Stellen Sie sich vor, Sie betreten Ihr Badezimmer und fühlen sich sofort wohl. Jedes Detail, von der bodengleichen Dusche bis hin zum komfortablen Waschtisch, ist perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt. Ein barrierefreies Bad muss keineswegs klinisch oder langweilig sein. Im Gegenteil: Mit der richtigen Planung ist es ein Ort des Wohlfühlens. Entdecken Sie, wie Sie Ihr barrierefreies Bad so gestalten, dass es sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend ist – für ein Zuhause, das Ihre Lebensqualität spürbar steigert.

Doch was ist ein barrierefreies Bad eigentlich?
Ein barrierefreies Bad bedeutet, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen körperlichen Fähigkeiten, das Badezimmer problemlos nutzen kann. Es geht darum, allen Nutzern, egal ob jung oder alt, mit oder ohne Beeinträchtigungen, uneingeschränkten Zugang und volle Nutzungsmöglichkeiten zu bieten. Durch die Prinzipien des Universal Designs wird sichergestellt, dass die Ausstattung für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Fähigkeit, geeignet ist. Dank einer durchdachten Gestaltung und cleveren Produktlösungen werden Barrieren abgebaut und die Nutzung erleichtert. Ein barrierefreies Bad ist so gestaltet, dass alle Elemente wie Dusche, Waschtisch und WC leicht zugänglich und nutzbar sind, ohne dass besondere Anstrengungen oder fremde Hilfe notwendig sind.
Die verschiedenen Bereiche im barrierefreien Bad
Ein barrierefreies Bad besteht aus drei wesentlichen Bereichen, die jeweils durchdacht gestaltet werden sollten, um uneingeschränkte Nutzung und maximalen Komfort zu gewährleisten:

Barrierefreie Dusche
Eine gut geplante, barrierefreie Dusche bietet Komfort und Sicherheit im barrierefreien Bad. Achten Sie bei der Planung besonders auf:
- Maximaler Komfort: Bei der Planung einer barrierefreien Dusche ist eine Bewegungsfläche von 120 x 120 cm sowie ein breiter Einstieg von mindestens 80 cm Breite empfehlenswert. Ein rutschhemmender Bodenbelag erhöht die Sicherheit.
- Halteoptionen: Installieren Sie neben Haltegriffen eine Brausehalterstange, die zusätzlich als Haltemöglichkeit dient. Das innovative Design der HEWI Lösungen bietet zusätzlichen Halt und erhöht Ihre Sicherheit in der Dusche.
- Sitzmöglichkeiten: Für erweiterten Komfort in der Dusche bieten sich Sitzmöglichkeiten an. Je nach Bedarf können Sie zwischen fest installierten Duschsitzen oder mobilen Duschhockern wählen.
Weitere Tipps zur Planung einer barrierefreien Dusche erhalten Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.

Barrierefreies WC
Mit einem durchdachten Baddesign denken Sie bereits heute an die Bedürfnisse von morgen. So können Sie das WC komfortabel nutzen und bei Bedarf nachrüsten. Wichtige Aspekte bei der Planung eines barrierefreien Bades sind dabei:
- Nachrüstbarkeit: Eine vorausschauende Planung ermöglicht es, am barrierefreien WC bei Bedarf Haltemöglichkeiten nachträglich zu integrieren. Dadurch bleibt das WC flexibel anpassbar und bietet stets den gewünschten Komfort.
- Haltemöglichkeiten: Je nach gewünschtem Komfort und benötigter Unterstützung können Sie Winkelgriffe oder Stützklappgriffe am barrierefreien WC installieren.
- Bewegungsflächen: Eine empfohlene Bewegungsfläche von 120 x 120 cm sorgt für ausreichend Platz und Komfort rund um Ihr barrierefreies WC.
Wie Sie ein barrierefreies WC am besten planen erfahren Sie in unserem Leitfaden für barrierefreie WCs.

Barrierefreier Waschtisch
Bei einem Waschtisch im barrierefreien Bad sollten Sie diese Aspekte berücksichtigen:
- Beinfreiheit: Achten Sie bei der Wahl des Waschtisches auf ausreichend Beinfreiheit. So genießen Sie mehr Komfort und können bei Bedarf eine Sitzgelegenheit davor platzieren. Modelle mit integrierten Haltemöglichkeiten bieten zusätzlich mehr Komfort und Sicherheit.
- Erreichbarkeit: Armatur, Seifenspender, Handtuch und Co. sollten sitzend erreichbar sein.
- Spiegel: Ein Spiegel, der bis zur Waschtischoberkante reicht, ermöglicht auch sitzenden Personen eine gute Sicht.
Erfahren Sie in unserem umfassenden Ratgeber, wie Sie einen barrierefreien Waschtisch optimal gestalten und planen können.
Sonderlösungen für mehr Komfort im barrierefreien Bad
Ein barrierefreies Bad kann mehr bieten als nur Funktionalität – es kann auch ein Ort der Entspannung und des Wohlbefindens sein. Durch den Einsatz cleverer Sonderlösungen lässt sich Ihr Badezimmer sowohl komfortabel als auch stilvoll gestalten.
Mobile Lösungen – Anpassungsfähige Ausstattung
Jeder von uns hat individuelle Bedürfnisse, die sich auch in der Gestaltung unseres Badezimmers widerspiegeln. Eine durchdachte Gestaltung im Sinne des Universal Designs berücksichtigt diese Vielfalt und ermöglicht eine flexible Anpassung. Mit mobilen Lösungen können Sie Ihr Bad nach Ihren Wünschen gestalten. Mobile Stützklappgriffe, Duschsitze, Rückenstützen und Haltegriffe bieten Ihnen bei Bedarf Unterstützung und Komfort. Sie lassen sich mit nur einem Handgriff leicht anbringen und wieder entfernen – wenn Sie sie gerade nicht benötigen, verdeckt eine dezente Abdeckung die Montageplatte. So schaffen Sie durch vorausschauende Planung ein barrierefreies Bad, das perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.
Zwischen den beiden Bädern ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Links sehen Sie die unauffälligen Montageplatten, die fest an den Wänden montiert sind. Rechts sehen Sie, wie mobile Lösungen bei Bedarf einfach in diese Montageplatten eingerastet werden.
Barrierefreie Bäder werden oft kurzfristig benötigt – mit mobilen Duschsitzen und Stützklappgriffen kann das Bad flexibel an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Werden Duschsitz oder Stützklappgriff nicht mehr benötigt, können sie platzsparend an die Wand geklappt oder einfach demontiert werden.
Eleganz und Komfort – Warme Alternative zu Chrom-Produkten
Niemand hält sich gerne an kalten Oberflächen fest, besonders nicht im Badezimmer, wo Komfort und Entspannung im Vordergrund stehen. Dafür gibt es komfortable Alternativen zu klassischen Chrom-Produkten, die für eine angenehm warme Haptik sorgen. Bestehend aus hochwertigem Polyamid, sehen die Produkte dank ihrer stilvollen Chrom-Beschichtung genauso edel aus. Die Kombination aus Wärme und Stil macht das Bad nicht nur behaglicher, sondern auch zu einem optischen Highlight. So wird Ihr Badezimmer zu einer stilvollen Wohlfühloase, die Wohlbefinden und Ästhetik perfekt vereint.
Checkliste für Ihr barrierefreies Bad
Unsere Checkliste hilft Ihnen dabei, Ihr barrierefreies Bad optimal zu planen und umzusetzen. Hier sind die wichtigsten Punkte, die Sie beachten sollten:
- Bewegungsflächen: Stellen Sie sicher, dass ausreichende Bewegungsflächen vorhanden sind, um Ihr barrierefreies Bad komfortabel nutzen zu können.
- Beinfreiheit am Waschtisch: Achten Sie bei der Wahl des Waschtisches auf ausreichende Beinfreiheit, um mehr Komfort zu genießen und bei Bedarf eine Sitzgelegenheit davor platzieren zu können.
- Spiegel: Spiegel sollten bis zur Waschtischoberkante reichen, damit Sie auch sitzend Ihr Spiegelbild betrachten können.
- Erreichbarkeit: Armatur, Seifenspender, Handtuchhalter und Co. sollten auch im Sitzen erreichbar sein, um stets den größtmöglichen Komfort zu gewährleisten.
- Sitzmöglichkeiten: Sitzmöglichkeiten im barrierefreien Bad erhöhen die Sicherheit und den Komfort im Alltag.
- Haltemöglichkeiten: Produkte zum Festhalten in der Dusche und am WC bieten Ihnen zusätzlichen Halt und Sicherheit im barrierefreien Bad.
- Rutschfeste Oberflächen: Rutschfeste Bodenbeläge wirken Stürzen entgegen und verringern das Sturzrisiko.
- Wandbeschaffenheit: Achten Sie darauf, dass die Wand stabil genug ist, damit Stützklappgriffe, Duschsitze und andere Hilfsmittel sicher montiert und bei Bedarf nachgerüstet werden können.
Mit dieser Checkliste sind Sie bestens vorbereitet, um Ihr Bad barrierefrei zu gestalten und den Komfort für alle Nutzenden zu erhöhen.

Um das barrierefreie Bad optimal für Rollstuhlfahrer zu gestalten, empfiehlt die DIN 18040-2 R spezifische Maßangaben und liefert detaillierte Vorgaben zur Ausstattung. Beispielsweise definiert die Norm die empfohlene Höhe des WC-Beckens und die erforderliche Beinfreiheit unter dem Waschtisch.